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8.2.2012 : 5:02

Comeniustreffen in Gubin (Polen)

Am Mittwoch, den 30.05.2007, war es so weit unser Zug ging um 10.30 Uhr Richtung Gubin, das nächste Comeniustreffen wartete auf uns. Die Anreise war etwas beschwerlich, da wegen des G8-Treffens der Fahrplan etwas außer Kontrolle geriet. Wir verpassten beide Anschlusszüge und kamen so mit zweistündiger Verspätung in Guben an. Irma holte uns am Bahnhof ab und brachte uns über die Grenze nach Gubin. Dies geht seit dem EU-Beitrittt Polens sehr einfach. Aber wir waren nicht die einzigen, die zu spät kamen, auch andere Delegationsmitglieder ereilte ein ähnliches Schiksal. Nach einer herzlichen Begrüßung ("Nice to meet you. How aare you?...) ging es los.  Die Präsentation der Fillings der einzelnen Partner  geriet etwas kurz, denn gegen 20. Uhr gab es Abendessen. Es war spannend zu sehen, wie die einzelnen Partner die Fillings für das Spiel Rubicating umgesetzt haben. Da wir von allen Partnern die Fillings bekommen haben, brauchen wir "nur" noch die Sprache umzusetzen und haben so eine Fülle neuer Spiele zur Verfügung.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen (Donnerstag) machten wir uns auf den Weg zur Schule und wurden von den Schülern mit Tänzen aus allen Partnerländern begrüßt. Für Deutschland wurde "Ich bin ein Musikante und komm aus Schwabenland" in Lederhose und Dirndel gesungen. Nach der offiziellen Begrüßung durch die Schulleiterin, Schulinspektion und andere "Würdenträger" pflanzte jede Partnerschule einen Freundschaftsbaum (Birke) auf dem weitläufigen Schulglände. An diesem Vormittag wurde auch noch gearbeitet. Die Niederländer stellten die neuen Formate für Tailormade vor. Diesmal wurden Fotos in logische Reihenfolgen gebracht (z.B. Hände waschen, sich anziehen, Kaffee kochen usw.). Dann gab es schon Lunch "Suppe und Piroggen" -- lecker. Während der Mittagszeit trafen wir den Bürgermeister und seinen Stellvertreter im Rathaus, zum Glück gleich nebenan. Der Bürgermeister ist erst seit sechs Monaten im Amt, mit 38 Jahren relativ jung , sprach sehr gut deutsch und freute sich uns unter anderem als Gäste der Partnerstadt von Gubin (Laatzen) begrüßen zu dürfen.  Am frühen Nachmittag hatten die polnische Kollegin Jadwiga für uns verschiedene künstlerische Workshops vorbereitet und wir durften kreativ sein. Gegen 15.00 Uhr wurde weiter mit tailormade gearbeitet. Wir mussten die von den Niederländern vorbeiteten Formate mit unserer Sprache unterlegen. Nach einer kurzen Pause mit entsprechender Erfrischung ging es zum Abendessen in ein kleines Restaurant `Zenek´. Die polnischen Kolleginnen hatte eine Tanzlehrein eingeladen, die mit uns Kreis- und Partnertänze einstudierte. Im Anschluss daran sollte jedes Partnerland einen vorbereiteten Tanz mit der ganzen Gruppe tanzen. Es war ein bewegungsreicher, lustiger Abend. Schade, dass man sich nicht alle Tänze merken kann.

Am Freitag besuchten wir eine Förderschule für geistige Behinderung in Guben (Deutschland). Diese Schule liegt im Bundesland Brandenburg und es war interessant welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede es zu unserer Schule gibt. Die Schule war für 35 Sschüler konzipiert und wurde gleich nach der Wende gebaut. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden Menschen mit geistiger Behinderung nicht beschult. Nach einer Schulbesichtigung und der Besuch in verschiedenen Klassen wurden wir zum Mittagessen eingeladen. Danach ging es zu Fuß zurück nach Gubin und zur Überraschung aller wartete auch dort auf uns ein Mittagessen. Nach dem dringend notwendigen Kaffee ging es weiter mit "project activities". Uns wurde gezeigt, wie wir kleine Videosequenzen erstellen und in Tailormade einarbeiten können. Nach einer kurzen Freizeit mit entsprechenden Erfrischungen fuhren wir mit dem Bus nach Zielona Gora ( ca. eine Stunde Fahrt) um in der dortigen Philharmonie ein Gitarrenkonzert zu besuchen. Nach der Pause und nachdem viele Freunde per Handy nach Hause telefoniert haben, spielten ein Trio mit Balaleika, Akkordeon und Hackbrett für uns zunächst gewöhnungsbedürftig aber dann voller Begeisterung. Auf der verspäteten Rückfahrt ca. eineinhalb Stunden nach Zeitplan nahmen wir ein verspätetes Dinner (Schaschlik mit Pommes) auf eienr urigen Ranch mit Forellenteichen und Reitmöglichkeiten ein. Wer auf Nachtruhe in Gubin hoffte, wurde eines besseren belehrt. `Wiosona nad Nysa`(Frühlngsfest an der Neiße)  war in vollem Gang und genau gegenüber dem Hotel eine große Bühne  auf der an diesem Abend die DJs für die Jugend Techno  mit vollen Beats zauberten.  Dort trafen wir auch den Bürgermeister mit seinem Kumpel, außerdem hatte Benjo von der niederländischen Delegation  Geburtstag -- die Nacht wurde kurz und an schlafen war wegen der Lautstärke sowieso nicht zu denken.

Um 7.30 Uhr am Samstag fuhr der Bus die ganze Gruppe nach Ochla in die Nähe von Zielona Gora. Dort besichtigten wir ein Freilichtmuseum in dem alte Gehöfte aufgebaut waren, wie sie in den verschiedenen Regionen Polens zu finden waren. An diesem Tag gab es besondere Aktionen, auf den Höfen wurden alte Handwerke vorgeführt (Flachsen, Getreide mahlen, Gerben, Schnitzen ...) . Nachdem wir eine Führung über das Gelände hatten und gebuttert haben, haben die polnischen Freunde mit uns gegrillt (Schwenkgrill auf offener Feuerstelle), köstlich. Zurück in Gubin  konnte wer Lust hatte, das Plastinarium des Gunther von Hagen besichtigen oder shoppen und die freie Zeit genießen.

Am Abend war dann schon das "Abschiedsdinner" im Hotel. Gastgeschenke wurden ausgetauscht, gemeinsam getanzt, natürlich mit dem obligatorischen Sirtaki der griechischen Freunde, das eine oder andere jeweils landestypische Getränk zu sich genommen und selbstverständlich die von den Niederländern neu gedichteten Strophen des Tailorsongs "Tailomade makes us a family" gesungen.

Und am Sonntag ?????? Depature of the partners! Der Abschied, wie bei so vielen Treffen, wehmütig. Es war eine tolle Zeit. Wie beschrieb es Alberto aus Spanien, die Comeniustreffen sind wie Leben in einer anderen Dimension aber am Ende muss man zurück zur Erde. Gabriela, Ela, Anja, Jadwiga und ihre Kolleginnen haben ein sehr schönes Programm auf die Beine gestellt. Unsere niederländischen Freunde haben viel Arbeit mit der inhaltlichen Arbeit des Treffens gehabt. Wir haben uns mit allen Partnern sehr wohl gefühlt und Europa ist wieder ein Stück näher zusammengerückt.

Das nächste Treffen ist im Herbst in Lissabon  ---  wir freuen uns drauf!

Weiter Fotos finden sie in der undefinedGalerie.

Comeniustreffen Gubin (Polen) Mai 2007

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