Wir kooperieren mit der Grundschule Gleidingen

- Begrüßungsritual

- Gemeinsames Arbeiten
Ein Bericht von R. Zerhusen
Seit Anfang Februar kooperiert die Primarstufe A der Eberhard–Schomburg–Schule einmal wöchentlich für eine Stunde mit der Klasse 1b der Grundschule Gleidingen.
Aber „Kooperation“, was bedeutet das eigentlich?
Unter einer unterrichtlichen Kooperation versteht man die regelmäßige Durchführung eines gemeinsamen Unterrichts von Klassen nicht - beeinträchtigter und (geistig-) beeinträchtigter Schülerinnen und Schülern zu einem festgelegten Zeitpunkt.
Dieser Unterricht kann sich auf ein bestimmtes Fach oder einen Lernbereich beschränken oder auch fächerübergreifend durchgeführt werden.
Für eine solche Zusammenarbeit ist eine direkte räumliche Nachbarschaft (wie sie zwischen der Eberhard – Schomburg - Schule und der Grundschule Gleidingen gegeben ist) natürlich von Vorteil. Lange Anfahrtswege sind nicht notwendig und die Kinder haben auch außerhalb des gemeinsamen Unterrichts die Möglichkeit aufeinander zuzugehen und miteinander in Kontakt zu treten.
Und warum überhaupt Kooperation?
Über eine Kooperation soll beeinträchtigten und nicht - beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen ein gemeinsames Lernen ermöglicht werden.
Kinder mit einer Beeinträchtigung lernen in diesen Begegnungen und den gemeinsamen Handeln ihre Möglichkeiten realistisch einzuschätzen und erfahren dabei persönliche Wertschätzung und Akzeptanz durch Gleichaltrige und somit ein stückweit Normalität.
Außerdem erhält in dieser Form des Unterrichts das Modelllernen eine wichtige Bedeutung. Auch den nichtbeeinträchtigen Schülerinnen und Schülern erwachsen wichtige Lern- und Entwicklungschancen aus diesem Unterricht. Sie können soziale Kompetenzen erwerben, die ihnen sonst evtl. verschlossen bleiben (Akzeptanz des Andersseins, Offenheit, Hilfsbereitschaft u. v. m.).
Alle Schülerinnen und Schüler erhalten im Rahmen dieses Unterrichts darüber hinaus die Möglichkeit zum kognitiven Lernen. Durch die Zusammenarbeit und die gegenseitige Unterstützung wird dieses in der Regel noch verstärkt.
Wie sieht eine solche Kooperation aus?
Jede Woche Donnerstag um 8:45 Uhr machen sich die Schülerinnen und Schüler der Primarstufe A der Eberhard- Schomburg- Schule auf den Weg zur Klasse 1 b der Grundschule, welche sich im Nachbargebäude befindet.
Hier werden sie mit Freude von den Grundschülern erwartet. Meist wird gemeinsam ein Lied zur Begrüßung gesungen und dann wird für ca. eine Stunde an einem bestimmten Thema gemeinsam gearbeitet.
Das erste Thema dieser Kooperation lautete: „Tüt- Tüt, das kleine Nilpferd“, denn die Schülerinnen und Schüler erarbeiteten über verschiedene Aktivitäten gemeinsam ein Bilderbuch mit dem gleichnamigen Titel. Dieses Bilderbuch thematisiert die Bedeutung von Freundschaft und Zusammenhalt und unterstütze die Schülerinnen und Schülern beim „Sich- Annähern“ und „Anfreunden“.
Für das Schuljahr 2008/ 2009 ist zunächst die Inszenierung und Aufführung eines Stabpuppentheaters geplant, welches die vorhergehende Unterrichtseinheit aufgreift und vertieft. Anschließend werden die Kinder gemeinsam in ein neues Thema und somit in ein neues Projekt starten.
Die Aktionen im Überblick:
Februar/ März 2008
Die Kinder der beiden Klassen lernen sich kennen. Über verschiedene Aktionen (Spiele, gemeinsames Musizieren etc.) kommen die Schülerinnen und Schüler sich näher.
März – Juli 2008
Gemeinsam erarbeiten die Schülerinnen und Schüler beider Klassen das Bilderbuch „Tüt –Tüt, das kleine Nilpferd“ von Christian Pletz
(voraussichtlich) September 2008
Aufführung eines Stabpuppentheaters
